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Frollein Herr

Schmuck-Layering, also das Tragen mehrerer Armbänder, Ketten oder Ringe gleichzeitig ist seit geraumer Zeit einer der bestimmenden Schmuck-Trends überhaupt.

Aber mal ganz ehrlich: Braucht es dafür eine Anleitung? Einfach loslegen und gut ist, oder? Wie ihr wisst, bin ich kein großer Fan von “Moderegeln” und ihr werdet bei mir auch nie nie niemals von irgendwelchen Fashion-No-Go’s lesen – jeder soll und darf tragen worauf er Lust hat. Das steht für mich fest. Aber: Ein paar Tipps hier und da können helfen Trends besser umzusetzen, in den Alltag zu integrieren und sich überhaupt erstmal ran zu wagen. Und genau das möchte ich heute im Fall des Schmuck-Layerings tun. Denn so gekonnt und zufällig die Schmuck-Kombis auch auf den ersten Blick scheinen, so tückisch kann das Mix & Match schnell werden: Verhedderte Ketten, unstimmige Arrangements und nervige Zuppelei an Arm oder Hals. Damit wir das alle in Zukunft getrost hinter uns lassen können, habe ich hier nicht nur meine Tipps für euch gesammelt, sondern auch meine persönliche Layering-Queen Dana von Wald Berlin um Rat gefragt.

Los gehts…

Worauf sollte ich achten?

Prinzipiell gilt: Was gefällt, ist erlaubt! Egal ob ihr schmucktechnisch eher minimalistisch unterwegs seid oder (wie ich) gerne mehr von allem tragt, solange euch die Kombi gefällt – ganz egal wie ausgefallen sie ist – liegt ihr auf jeden Fall goldrichtig. Als Einstieg ist es aber sicherlich am leichtesten, ähnliche Modelle miteinander zu kombinieren und erstmal mit zwei Stücken zu beginnen. Sprich: Mehrere Goldringe oder -ketten oder ein Statement-Piece mit einem dezenteren Stück zu kombinieren.

Was die Materialien und Stile angeht, können gerade kleine Brüche besonders spannend sein: “Ich mische sehr gerne Vintage mit neuem Schmuck, dadurch wirkt es besonders und der Look hat mehr personality.”, verrät mir Dana. Gold und Silber passen super zusammen, aber auch Perlen und Metalle oder unterschiedliche Optiken der Metalle (glänzend & matt).

Wichtig: Achtet auf die Längen und Breiten! Bei Ketten funktioniert das Layering nur, wenn jedes Stück seinen Platz hat. Deshalb solltet ihr hier lieber unterschiedliche Längen kombinieren, damit man die Stücke auch gut sehen kann. Wenn ihr dann noch dicke und dünne Ketten miteinander mischt, verheddert sich auch nichts (Danke dafür Dana). Auch bei Ringen wird die Schmuck-Kombi aus breiteren und schmale Ringen besonders spannend.

Spielt also unbedingt mit Längen, Breiten und Optiken! So wirkt das Layering besonders harmonisch.

Die Bequemlichkeit zählt!

Ein Tipp, der in der Modewelt oft zu kurz zu kommen scheint, aber unfassbar wichtig ist. Denn: Wenn euch die Ringe schon nach wenigen Minuten beim Tippen stören, euch die Armbänder die Blutzufuhr zur Hand abschneiden oder der blöde Kettenanhänger sich immer und immer wieder in den anderen Ketten verheddert, dann hat das Schmuck-Layering den Alltagstest definitiv nicht bestanden.

Deshalb ist es wichtig, klein anzufangen und zu testen, womit man sich im Alltag wohlfühlt und was man heute eigentlich so vor hat. Wenn ich einen Tag am Schreibtisch sitze, stören mich metallene Armreifen gewaltig und ich verliere die Lust. Merke: Egal wie schön etwas ist, wenn es nicht in euer Leben passt, hat es keinen Platz. Ich zum Beispiel trage meine großen Ringe meist nur an der linken Hand, da ich mit der rechten konstant irgendwo anstoße. Auch trage ich vergoldeten Schmuck ungerne auf nackter Haut (besonders im Sommer), da er durch Schweiß, Parfum & Co. schneller anläuft. Was also genau für euch funktioniert und was euch euer Alltag genau abverlangt, wisst nur ihr. Wichtig ist aber, dass keines der Teile einengen, drücken oder behindern sollte.

Also lieber mit leichten, schmalen Teilen beginnen und sich von da an nach Lust und Laune vortasten.

Denkt auch an die Klamotte!

Das schönste Schmuck-Layering ist nichts wert, wenn die Leinwand nicht dazu passt. Sprich: Wenn überlange Ärmel oder ein rutschender Ausschnitt den Schmuck verdecken, ist das Vorhaben schon mal zum Scheitern verurteilt. Fürs Ketten-Layering bevorzuge ich persönlich Rollkrägen oder hochgeschlossene Ausschnitte – hier habe ich das Gefühl, dass die Ketten-Kombi am besten zur Geltung kommt. Aber natürlich funktionieren auch andere Ausschnitte wunderbar – achtet nur darauf, dass der Schmuck bei Bewegung nicht im Ausschnitt versinkt oder genau auf der Kante aufliegt.

Armband-Kombis machen (vor allem jetzt im Winter) meist über den Ärmeln Sinn und verleihen Strick & Co. noch viel mehr Tiefe und Spannung. Einfach mal ausprobieren.

Have fun!

Den wichtigsten aller Tipps habe ich mir aber für den Schluss aufgehoben. Denn egal worum es in Sachen Mode und vielleicht besonders beim Thema Schmuck geht, ihr solltet einfach Spaß dabei haben. Nicht alles muss immer sofort nach gestylter Werbung aussehen, gerade mit Schmuck könnt ihr jedem eurer Looks so viel Persönlichkeit und Individualität verliehen, dass sich Experimente genau hier besonders lohnen. Ob ihr nun Luxus-Teile oder selbstgemachte Schmuckstücke mixt, alles in einer Farbe oder kunterbunt – testet, probiert, tragt Probe. Ich bin mir sicher, dass dann ganz viele von euch – und seien sie vielleicht sogar Schmuck-Minimalisten – so auf den Geschmack kommen und ab sofort nur noch layern wollen!

Schmuck-Layering Shop my Favorites:

Kette von EVE’S JEWEL, um 119 €

Armband von WALD X JULY CHILD, um 129 €

Ring von ALEYOLÉ, um 40 €

Kette von ARIANE ERNST, ab 149 €

Armband von MARIA BLACK, um 135 €

Ring von WALD BERLIN, um 139 €

Kette von EVE’S JEWEL, um 69 €

Armband von CHANEL (vintage) via THE VINTAGE BAR, um 524 €

Ring von NINA KASTENS, um 279 €

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