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Frollein Herr

Ich geb’s ja zu – meine Headline klingt ziemlich reißerisch, ein wenig unglaubwürdig und so ein kleines bisschen nach Titelthema einer Frauenzeitschrift. Aber: Sie ist zu 100% wahr.

Mein Leben lang wollte ich lange Haare haben. Also so richtig lange Haare. Als kleines Mädchen träumte ich von einem Zopf, der mir bis zum Po reicht und als dieser Wunsch nicht wahr zu werde schien, gab ich mich später mit der Vorstellung einer langen Mähne bis zur Mitte des Rückens zufrieden. Die Realität: Meine feinen Haare kamen nie wirklich bis knapp über eine Schulterlänge hinaus. Bei jedem Friseurbesuch wurde diskutiert und und um jeden Millimeter Länge gefeilscht, weil ich einfach nicht von meinem Wunschtraum ablassen wollte. Auch wenn Färben, Hitze und die feine Struktur meiner Haare es schlichtweg unmöglich zu machen schienen, dass ich je wirklich richtig lange Haare haben würde.

Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon aufgegeben und mich mit der Maximallänge angefreundet, die meine Haare natürlicherweise erreichen konnten, als es dann doch passierte. Vor circa zwei Jahren hörten meine Haare nämlich nicht, wie gewohnt, bei einer bestimmten Länge auf zu wachsen, sondern wurde immer länger und länger. Und das auch noch gesund. Da, wo meine Spitzen sich üblicherweise teilten, aufrauten oder einfach abbrachen, wuchsen sie nun munter weiter und ich konnte mir einfach nicht erklären wieso.

Nach ein wenig Detektivarbeit aber, gab es zwei mögliche Gründe für mein neues Haarglück: Die Kündigung meines Jobs, die so ziemlich zeitgleich stattfand oder die Entdeckung von Haaraccessoires. Klar, Hormone, Ernährung & Co. darf man in diesem Zusammenhang auch nicht außer acht lassen, aber nach ein wenig Recherche, einigen Gesprächen mit meinem Friseur und ein wenig Selbstbeobachtung kam ich dann zu einer Erkenntnis: Haaraccessoires können die Gesundheit der Haare unterstützen – wenn es die richtigen sind.

Es ist doch so: Frauen mit Haaren einer gewissen Länge, fühlen sich von den ins Gesicht fallenden Strähnen früher oder später genervt. Dann werden die Haare zum Zopf oder Dutt gebunden oder einfach unachtsam zusammengeknödelt. Das aber tut den Haarlängen nicht gut, sie rauen auf, werden trocken und dünn und brechen schließlich ab. Als ich allerdings anfing religiös Haarreifen zu tragen und das konsequent immer, außer beim Schlafen, und meine Haare somit immer offen trug und trotzdem nicht mit nervigen Strähnen im Gesicht zu kämpfen hatte, bekamen meine Haarlängen die Ruhe, die sie brauchten, um einfach das zu machen, was Haare nun mal machen: wachsen – und nicht abbrechen.

Auf die Haarreifen folgten dann Scrunchies, meist aus Seide, die im Gegensatz zu herkömmlichen Zopfgummis weniger Druck und Reibung auf den Zopf ausüben und große Haarklemmen, die die Haare zwar zusammenfassen, aber weder reißen noch drücken. Komplett ungewollt und einfach, weil mir die hübschen Haaraccessoires, die noch dazu so im Trend lagen, gefielen, tat ich genau das, was meine feinen Haare brauchten. Ich ließ sie einfach sein, ohne an ihnen zu zerren, zu zuppeln, zu reißen oder zu drücken. Und so konnten sie still und heimlich einfach gesund und lang wachsen.

Einen Zopf bis zum Po habe ich zwar immer noch nicht, aber ich war in meinem Leben noch nie so nah dran wie jetzt.

Haaraccessoires: Darauf müsst ihr achten

Wenn ihr euch Haaraccessoires zulegen wollt, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch gut für die Gesundheit eurer Haare sind, dann müsst ihr ein paar Dinge beachten. Bei Haarreifen und Haargummis ist es z.B. wichtig, dass das Material glatt und weich ist und wenig Reibung verursacht. Seide ist hier ideal, aber auch Satin oder glatte Kunstfasern funktionieren super. Beim Haarreif ist außerdem die Passform wichtig. Er sollte nicht drücken oder rutschen, sodass ihr im Grunde gar nicht merkt, dass ihr ihn tragt und ihn somit auch gar nicht abnehmen wollt. Ein Trick, den ich dafür schon oft geteilt habe, ist mein Föhntrick.

In eigentlich jedem Haarreif steckt ein Kunststoffgerüst, der die Form vorgibt. Kunststoff lässt sich bei Wärme ganz leicht biegen und somit ideal an euere Kopfform anpassen. Dazu müsst ihr den Haarreif mit einem Föhn nur vorsichtig erwärmen und ganz langsam in Form biegen. Also: Föhnen, biegen, aufsetzen und erkalten lassen und das ein paar Mal – dann passt der Haarreif ideal und drückt nicht.

Beim Thema Haarspangen gilt: Der Zug oder Druck darf nicht zu stark sein. Deshalb sind Spangen mit großen Zähnen oder Clips, die ins Haar gesteckt werden, immer besser geeignet als die, die noch einen Verschluss haben. Versucht euch einfach immer vorzustellen, wie angenehm ihr das jeweilige Haaraccessoire finden würdet, wenn ihr euer Haar wärt (klingt komisch, I know). Je weniger euer Haar belastet wird, desto besser. Worauf ich hier auch seit einiger Zeit schwöre, sind die Seidenkissen (hier) fürs Bett, die die Reibung in der Nacht vermindern und so nicht nur Haare, sondern auch die Haut schonen.

Wie schön diese haarschonenden Accessoires sein können, will ich euch jetzt noch zeigen…

Haaraccessoires für gesunde lange Haare: Meine Favoriten

Satin-Haarreif von PRADA, um 210 €

Scrunchies (2Stück) von MONKI, um 6 €

Haarspange von ASOS, um 8 €

Haarreif aus Nylon von GANNI, um 75 €

Seiden-Haargummis (5 Stück) von BEVIVId, um 25 €

Haarspange von MARC JACOBS, um 60 €

Scrunchie aus Seide von HOLISTIC SILK, um 17 €

Haarspange von HELLO LOVE, um 6 €

Satin-Haarreif von MARZOLINE, um 65 €

Scrunchies (4 Stück) von MONKI, um 8 €

Turban aus Seide von SILKE, um 57 €

Haarspange von VILLA D’ASSIA, um 28 €

Scrunchies aus Seide (3 Stück) von SLIP, um 45 €

Haareif von GANNI, um 39 €

Haarspange von HELLO LOVE, um 8 €

Scrunchie von WOUF, um 12 €

Haarspange von HELLO LOVE, um 7 €

Seiden-Haarreif von MARZOLINE, um 112 €

Satin-Haarreif von AND OTHER STORIES, um 19 €

Seiden-Scrunchie mit Schleife von VALENTINO, um 250 €

Haarreif vo VIVETTA, um 145 €

Scrunchie von VERSACE, um 95 €

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Comments

  • 23. September 2020
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    Wow, der Tipp mit dem Haarreifen anföhnen ist ja irre. Das probiere ich sofort aus! Danke dafür!

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