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Frollein Herr

Es ist manchmal gar nicht so einfach, sich im Kosmetikdschungel zurecht zu finden.

Es gibt unzählige Produkte, Marken und Inhaltstsoffe, die alle das selbe vollmundige Versprechen machen: Endlich perfekte Haut. Aber was kann das eine Produkt denn jetzt besser als das andere? Und was genau braucht meine Haut? Die Suche nach dem optimalen Beautyprodukt für die eigene Haut ist sicher nicht mit ein paar Mausklicks erledigt. Aber ich möchte versuchen ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen und nehme deshalb heute die Produktkategorie Cosmeceuticals ein bisschen näher unter die Lupe.

Ich möchte versuchen ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen und nehme deshalb heute die Produktkategorie Cosmeceuticals ein bisschen näher unter die Lupe.

Cosmeceuticals – klingt erstmal ziemlich fancy. Ein wunderbarerer Begriff der Kosmetikindustrie, der allerdings ein wenig Erklärung braucht. Und genau dafür habe ich mir die Hilfe von Simone Rossbach, der Wissenschaftlichen Leiterin von SkinCeuticals in Deutschland geholt. Gemeinsam mit der Expertin gehe ich hier dem Mythos auf den Grund…

Was sind Cosmeceuticals?

Die Antwort ist tatsächlich im Namen versteckt. Denn das Wort Cosmeceutical setzt sich aus den Begriffen Cosmetic und Pharmaceutical zusammen. Ist also eine Mischung aus Medizin und Hautpflege, ein Kosmetikament sozusagen. “Cosmeceuticals sind Kosmetika, die in der Auswahl und Konzentration von Aktivstoffen so wirksam und hoch konzentriert sind, dass sie gerade so noch als Kosmetika durchgehen und sich schon an der Grenze zu pharmazeutischen Produkten befinden.”, erklärt die Skincare-Expertin. In Deutschland gibt es nämlich ganz feste Regeln, was sich wie nennen darf und wie hoch der Anteil an bestimmten Wirkstoffen in einem frei verkäuflichen Produkt sein darf. Alles was darüber liegt, wäre ein medizinisches Produkt und dürfte nur vom Arzt verschrieben werden.

Wo liegt der Unterschied zu herkömmlichen Hautpflegeprodukten?

“In der Auswahl der Wirkstoffe, in der Reinheit der Bestandteile, die häufig sehr hoch konzentriert und optimal auf einander abgestimmt sind. Außerdem ist ihre Wirksamkeit in klinischen Studien belegt.”, so Rossbach. Sprich: In Cosmeceuticals steckt einfach mehr Wirkpower. Mehr Inhaltsstoffe, in höherer Konzentration und so aufgebaut, dass die einzelnen Komponenten ihr Wirkpotential richtig ausschöpfen können. Außerdem schaffen es die Wirkstoffbomben in tieferen Hautschichten zu wirken und so ganz spezifische Probleme dort anzupacken, wo sie entstehen.

Für wen sind sie geeignet?

“Für jeden, der mit Hautpflege wirklich etwas erreichen möchte und der bereit ist, auf parfümierte Wellness-Cremes zu verzichten und sich stattdessen auf hochkonzentrierte Wirkstoffkosmetik verlassen möchte.”, erklärt der Profi. Das klingt doch schon mal ziemlich vielversprechend, oder?

Bei so vielen, hochpotenten Inhaltsstoffen bekommen diejenigen unter Euch, die zu eher sensibler Haut neigen jetzt aber wahrscheinlich ein bisschen Angst. Denn wenn viel drin steckt, kann auch viel passieren. Sowohl positiv als auch negativ. Deshalb rät die Expertin auch unbedingt sich gute Beratung einzuholen: “Eine gute Beratung von einem Cosmeceuticals-Experten ist extrem wichtig. Wenn man die Produkte optimal auf die Bedürfnisse der Haut abstimmt, kann man schnell tolle Ergebnisse sehen, wenn man die falschen Produkte auswählt oder sie falsch anwendet, kann es aber auch zu Irritationen der Haut führen oder die Wirkstoffe können einfach nicht ihr volles Potential entfalten.” Um auf Nummer sicher zu gehen, fangt lieber erstmal mit einem Produkt aus dieser Kategorie an und lasst Euch gut beraten. Entweder beim Hautarzt, der Kosmetikerin oder bei der Cosmeceuticals-Marke Eures Vertrauens.

Welche Inhaltsstoffe findet man in Cosmeceuticals?

Von Antioxidantien, über Retinol, Resveratrol, Fruchtsäuren oder Proxylan: In Cosmeceuticals stecken eine große Vielfalt an schützenden, regenerierenden und pflegenden Wirkstoffen. Das Besondere ist aber ihre Problemlöser-Fähigkeit. Seien es Falten, unreine Haut oder Hyperpigmentierung – Cosmeceuticals können sich durch die Kombi an hochwirksamen Wirkstoffen perfekt auf ein bestimmtes Problem konzentrieren und es angehen.

Können sie untereinander gemischt werden?

Wie Ihr vielleicht schon wisst, steht Skincare-Layering bei mir ganz weit oben auf der Pflege-Tagesordnung. Die meisten Produkte vertragen sich untereinander auch sehr gut, bei speziellen Wirkstoffe in einer besonders hohen Konzentration allerdings, sollte man vorsichtig sein: “Häufig ist es sogar sinnvoll, verschiedene Produkte übereinander zu verwenden. Hier ist aber wieder eine gute Beratung wichtig, da es auch Produkte gibt, die zunächst besser nicht miteinander kombiniert werden sollten (z.B. hochkonzentrierte Fruchtsäuren und Retinol).”, warnt Rossbach. Was die Kombination von Retinol und Fruchtsäure angeht, gibt es geteilte Meinungen. Die einen warnen davor, die anderen befürworten es. Generell ist es gut, sich bei hochkonzentrierten Wirkstoffen ein bisschen besser zu informieren. Was z.B. viele nicht wissen, ist dass Fruchtsäuren die Haut sehr lichtempfindlich machen und deshalb nie ohne Lichtschutzfaktor verwendet werden sollten. Mit viel Wirkstoff kommt auch viel Verantwortung. Also lieber ein bisschen mehr Zeit investieren und wirklich tolle Ergebnisse sehen.

Woher weiß ich, welches Produkt ein Cosmeceutical ist?

Das ist mitunter gar nicht so leicht. Es gibt viele Marken, die an der Grenze zur Medizin stehen und damit auch offen werben. Andererseits gibt es auch Brands, die eigentlich nicht für medizinische Kosmetik stehen, aber trotzdem das ein oder andere Produkt im Sortiment haben, dass in die Kategorie Cosmeceutical fällt. Skinceuticals z.B. trägt den Medizin-Aspekt bereits im Namen und ist daher eine gute Anlaufstelle, falls Ihr die Wirkstoffbomben mal ausprobieren wollt. Aber auch bei Dermalogica, Reviderm oder Biodroga MD gibt es so einige Produkte, die nur so vor hochkonzentrierten Inhaltsstoffen strotzen.

Ob nun Cosmeceutical oder nicht – wichtig ist, dass Ihr Produkte findet und verwendet, die optimal zu Euch und Eurer Haut passen.

Ob nun Cosmeceutical oder nicht – wichtig ist, dass Ihr Produkte findet und verwendet, die optimal zu Euch und Eurer Haut passen. Die Frage ist allerdings: Welche Erwartungen habt Ihr an Eure Hautpflege? Wenn es über den Wohlfühlaspekt oder kleinere Problemchen hinausgeht, kann ich Euch den Griff zur Medizinkosmetik nur empfehlen. Ich habe bereits einige Aktivstoff-Produkte getestet und zeige Euch hier noch ein paar meiner absoluten Favoriten. Aber: Was bei mir wirkt, heißt nicht zwingend, dass es auch für Euch das richtige Produkt ist. Deshalb lasst Euch lieber gut und individuell beraten. Dann kann auch (fast) nichts schief gehen…

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