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Frollein Herr

Seit inzwischen ca. 7 Jahren bin ich nun im Beauty-Business unterwegs, 2 1/2 davon als hauptberufliche Bloggerin. Ich habe viel gesehen, getestet und darüber geschrieben. Mit der Zeit stellt sich da ganz natürlicher Weise eine gewisse Routine ein. Man rastet nicht mehr bei jeder Produkt-Neulancierung aus und fällt auch nicht mehr auf all die noch so clever formulierten Pressetexte rein, die einem Hyaluronsäure als DIE Neuentdeckung der Branche verkaufen möchten. Was ich damit sagen möchte: Die Aha-Erlebnisse werden weniger, die Messlatte liegt einfach ein wenig höher. Wieso ich euch das erzähle? Weil es mir ein echtes Anliegen ist, euch meine aufrichtige Begeisterung für die Brand, um die es hier heute geht, irgendwie verständlich zu machen.

Selten hat mich nämlich eine Skincare-Range so abgeholt, wie die Bio-Kosmetik von The Glow aus München.

Und das nicht mal eben so spontan, sondern seit inzwischen über 1 1/2 Jahren – und das will bei meinem wilden Testverhalten schon was heißen. Angefangen hat alles auf einem Pressetermin, bei dem ich die neue Marke und die Gründerin Anita Bechloch kennenlernte. Dooferweise fand der gerade in der Zeit statt, in der ich mit meiner Perioralen Dermatitis und dem kompletten Verzicht auf Beautyprodukte aller Art zu kämpfen hatte, sodass mir der Sinn eher nicht so nach Hautpflege stand. Aber: Die Produkte von The Glow haben sich nicht nur in dieser Krisenzeit bewiesen, sondern auch in jedem anderen Zustand, den meine Haut von da an durchlaufen hat.

Seitdem bin nicht nur ich treu ergebener Fan, sondern auch meine Schwester und einige meiner engsten Freundinnen (im echten Leben bin ich eine noch viel bessere Influencerin). Und auch wenn ich ein paar der Produkte schon in diversen Empties vorgestellt habe, wird es höchste Zeit, euch die Münchner Naturkosmetikbrand heute mal ganz ausführlich vorzustellen.

Meet The Glow…

The Glow: Die Philosophie

Es gibt zwei ganz wichtige Aspekte, die The Glow so besonders machen. Zum einen das Baukastenprinzip und zum anderen die Reinheit der natürlichen Wirkstoffe. Fangen wir aber mit ersterem an: Bevor Anita Bechloch The Glow gründetete, stellte sie für sich selbst Hautpflege aus naturbelassenen Rohstoffen in der heimischen Küche her, um ihre eigenen Hautprobleme in den Griff zu bekommen. Das hat so gut funktioniert, dass sie nicht nur ein Buch (hier) mit den besten Rezepten für die Do It Yourself Hautpflege auf den Markt brachte, sondern dazu auch noch einen Webshop gründete, bei dem ihre Leser sich die hochwertigen Inhaltsstoffe bestellen konnten. Das war 2015.


Die Brand The Glow ist also die logische Weiterentwicklung der individualisierten Hautpflegephilosophie der Gründerin. Bei The Glow geht es nämlich nicht um die veraltete Vorstellung von Hauttypen (fettig, trocken, Mischhaut), sondern um das Verständnis der Haut als sich konstant veränderndes Organ, die dementsprechend variable Pflegeprodukte braucht. So wie auch Anita sich selbst die Hautpflege zusammen mischte, die ihre Haut zu jedem beliebigen Zeitpunkt brauchte, beruht auch die 5-teilige Skincare-Range der Brand auf dem Baukastenprinzip. Die Produkte funktionieren nicht nur einzeln, sondern können und sollen sogar untereinander gemischt werden, sodass jeder zu jedem Zeitpunkt genau das Produkt bekommt, das seine Haut braucht (dazu kommen aber gleich noch alle Details).

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Reinheit der Inhaltsstoffe, die bei The Glow zum Einsatz kommen. Das Motto: “Everything cleaner than everything else.” Die Produkte enthalten ausschließlich kalt gepresste pflanzliche Öle, Pflanzenbutter, Hydrolate und botanische Wirkstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder sogar aus Wildsammlung. Keine Filler, keine Synthetik, keine Zusätze. Es kommen wenige Inhaltsstoffe zum Einsatz, diese sind aber so hoch dosiert, dass sie in der Haut effektiv wirken können und Unverträglichkeiten gleichzeitig minimiert werden. Außerdem sind alle Produkte made in Germany.

The Glow: Die Produkte

Merke: Reiner wird’s nicht. Aber wie funktioniert jetzt genau das Baukastenprinzip? Damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt, möchte ich Euch die Produkte jetzt einzeln vorstellen, die jeweiligen Inhaltsstoffe auflisten (für so viel Transparenz wie möglich) und erklären, welchen Zweck sie im Baukastenprinzip erfüllen. Let’s go…

Everything Oil & Floral Essence

Diese beiden Produkte bringen das Baukastensprinzip auf den Punkt – deshalb möchte ich mit ihnen beginnen. Zum einen haben wir ein Öl, zum anderen ein Wasser. Beautyprodukte bestehen meist aus beidem, aber das Verhältnis der jeweiligen Anteile bestimmt, für welchen Hautzustand sie geeignet sind und welche Aufgabe sie erfüllen. Selbstverständlich kann auch eine ölige Haut das richtige Öl gut vertragen (dazu gibt es übrigens hier einen Artikel, für den mir Anita schon mal mit ihrem Wissen zur Seite stand), aber je nach Bedürfnis, Vorliebe und Hautzustand kann sich jeder aus diesen beiden Produkten eine leichte Feuchtigkeitscreme zusammen mischen. Intuitiv, je nach Hautbedürfnis und Gefühl, eben mit mehr Öl oder mehr Wasser – für mehr Schutz oder mehr Feuchtigkeit. Kommen wir jetzt aber nochmal konkret zu beiden Produkten.

Floral Essence

Inhaltsstoffe: Nerolihydrolat, Aloe Vera, Rosenhydrolat, Probiotikum, Mattenbohnenextrakt, Silberohrpilzextrakt, Melissenextrakt und Malachitextrakt.

Wirkung: Spendet Feuchtigkeit, beruhigt die Haut und wirkt entzündungshemmend. Mattenbohnenextrakt ist eine botanische Alternative zu Retinol, es kurbelt die Zellerneuerung an. Malachtiextrakt ist stark antioxidativ und schützt die Zellstrukturen. Silberohrpilz wirkt feuchtigkeitsspendend wie Hyaluronsäure, enthält aber zusätzlich auch eine vielzahl an Mineralien und Antioxidantien

Anwendung: Kann gemeinsam mit dem Cleansing Clay als Waschcreme verwendet werden, als Serum nach der Reinigung auf die trockene Haut aufgetragen werden, gemeinsam mit dem Everything Oil als leichte Gesichtscreme dienen oder zwischendurch als Frischekick wie ein Toner verwendet werden.

Mein Tipp: Ich verwende die Floral Essence am liebsten als pflegenden “Verflüssiger”. Ob gemeinsam mit einem Öl, einer Creme oder einem Selbstbräuner – so kann ich jedem Produkt noch ein wenig extra Feuchtigkeit hinzufügen und genau die Konsistenz und Textur erreichen, die ich mir für meine Haut wünsche. Seit einigen Wochen nutze ich sie z.B. gemeinsam mit dem Master Elixir, dem Everything Oil und meinen Selbstbräunertropfen als super flüssige Pflege, die meine Haut nährt, ohne sie zu zu kleistern.

Everything Oil

Inhaltsstoffe: Jojobaöl, Sonnenblumenkernöl, Hanföl, Mandelöl, Traubenkernöl, Wildrosenöl, Vitamin E, ätherische Öle von Lavendel und roter Mandarine.

Wirkung: Bewahrt die Feuchtigkeit in der Haut, reguliert die Talgproduktion, versorgt die Haut mit essentiellen Fettsäuren.

Anwendung: Entfernt Make-up (Stichwort Oil Cleansing), fungiert als leichte Lotion in Verbindung mit Wasser oder der Floral Essence, kann als Haar- und Körperöl verwendet werden oder als nährende Maske in Kombination mit dem Cleansing Clay.

Mein Tipp: Lange Zeit habe ich das Everything Oil einfach alleine als letzten Step meiner Skincare-Routine verwendet und war absolut begeistert, dass meine ölige Haut sichtbar weniger schnell fettete und rundum weich und gepflegt war. Inzwischen mische ich das Öl eigentlich überall hinzu. Wie oben schon erwähnt als Pflege gemeinsam mit der Floral Essence oder auch als nährenden Kick in eine reinigende Maske. Funktioniert mit allem ganz hervorragend.

Cleansing Clay

Inhaltsstoffe: Rosa Tonerde, Apfelkernextrakt, Hibiscus, Papayaextrakt, Aloe Vera, Weidenrindenextrakt.

Wirkung: Reinigt, wirkt entzündungshemmend und die AHA-Säuren aus Bio-Hibiscuspulver und die BHA-Säure aus dem Weidenrindenextrakt sorgen für eine leicht exfolierende Wirkung.

Anwendung: Gemeinsam mit ein wenig Wasser oder der Floral Essence verwandelt sich das Pulver schnell in eine reinigende Waschcreme und wenn man die dann etwas länger einwirken lässt, wird eine entzündungshemmende Tonerde Maske draus, deren Fruchtsäuren auch noch leicht peelend wirken.

Mein Tipp: Nachdem ich euch dieses Produkt schon zwei Mal in meinen Empties vorgestellt habe, ist meine persönliche Anwendungsform kein Geheimnis mehr. Ich liebe, liebe, liebe das Cleansing Clay als Maske und variiere, je nach Hautzustand, zwischen einer kurzen ( 2-3 Minuten) und einer längeren (ca. 5 Minuten) Einwirkzeit für eine top gereinigte Haut.

Master Elixir

Inhaltsstoffe: Macadamiaöl, Brokkolisamenöl, Kaktusfeigenöl, Nachtkerzenöl, Wildrosenöl, Sonddornfruchtfleischöl, ätherische Öle von Neroli, Geranium und Bergamotte.

Wirkung: Das Master Elixir ist ein wenig dickflüssiger als das Everything Oil und kann eher als Öl-Serum betrachtet werden. Es nährt, regeneriert, pflegt und glättet die Haut.

Anwendung: Nährende Intensivpflege als letzter Step der Skincare-Routine, Augenpflege und gemeinsam mit dem Cleansing Clay ergibt das Elixir eine nährende Maske.

Mein Tipp: Als tägliche Pflege ist dieses Produkt zu reichhaltig für meine Mischhaut, aber im Winter habe ich mir daraus mit ein paar Tropfen der Floral Essence eine grandiose Tagespflege gebastelt, die meine Haut vor Feuchtigkeitsverlust bewahrt hat.

Wonderbalm

Inhaltsstoffe: Jojobaöl, Cupuaçubutter, Olivenöl, Bienenwachs, Wildrosenöl, Steinsamenwurzel, Lavendelöl.

Wirkung: Reinigt (als Abschminkprodukt), nährt und pflegt (Lippen, Augenlider, Nagelhaut) und schützt besonders trockene Stellen.

Anwendung: Der Name ist Programm! Der Wonderbalm kann eigentlich überall zum Einsatz kommen, wo ein bisschen Extrapflege benötigt wird, entfernt aber auch Make-up (das erledigen die enthaltenen Öle) und schützt extrem trockene Haut als Gesichtspflege vor dem Feuchtigkeitsverlust (besonders im Winter).

Mein Tipp: Ich nenne den Wonderbalm liebevoll “Trosttopf”. Wann immer meine Hände rau, meine Nagelhaut aufgerissen oder einzelne Körperstellen besonders trocken sind, greife ich zum Wunderbalm. Als Gesichtspflege ist er für mich zu reichhaltig, aber für extrem trockene Haut sicherlich genial!

The Glow: Mein Fazit

Nur für den Fall, dass meine Begeisterung zwischen den Zeilen noch nicht auf euch übergesprungen ist, hier nochmal in aller Deutlichkeit: The Glow ist eine wirklich grandiose Skincarebrand, die nicht nur in Sachen Natürlichkeit und Reinheit punktet, sondern es tatsächlich mit ausgewachsenen Hautproblemen (in meinem Fall die POD und Unreinheiten) aufnehmen kann.

Das Baukastenprinzip ist nicht, wie ich zunächst erwartet habe, abschreckend, sondern komplett intuitiv und bietet für JEDEN Hautzustand die richtige Kombination. Natürlich habe ich bei weitem noch nicht alle Kombis ausprobiert, da ich ja nur auf meinen Hautzustand ausgerichtet bin, aber ich entdecke immer wieder neue Kombinationsmöglichkeiten, die mich neugierig machen. Außerdem muss ich sagen, dass sich auch der Preis im Verhältnis zu vergleichbaren Produkten sehen lassen kann. Der Cleansing Clay ist mit 28 € das günstigste Produkt, das Master Elixir mit 56 € das teuerste und die gesamte 5-teilige Linie gibt es für 150 €.

Auch wenn ich in den letzten 1 1/2 Jahren selbstverständlich viele andere Brands und Produkte getestet und definitiv gemocht habe, bin ich immer wieder zu einzelnen Produkten von The Glow zurückgekehrt, habe sie untereinander kombiniert oder abwechselnd auf Herz und Nieren getestet. Ich bin schlichtweg begeistert und finde es ganz, ganz großartig, dass so eine clevere, nachhaltige und innovative Brand hier aus meiner Wahlheimat München kommt. Deshalb kann ich sie euch auch nur von ganzem Herzen empfehlen. Ob ihr nun ein einzelnes Produkt verwenden möchtet (für den Anfang empfehle ich das Everything Oil oder den Cleansing Clay) oder gleich die ganze Range: Lasst Euch nicht vom Mix & Match Prinzip einschüchtern. Man muss kein Skincare-Nerd sein, um zu erkennen, was die eigene Haut wirklich braucht. Im Prinzip könnt Ihr hier nichts falsch machen und im besten Fall alles richtig.

Ich jedenfalls bin und bleibe Fangirl. Und hatte und habe endlich wieder mal ein Aha-Erlebnis bekommen. Danke dafür!

P.S.: Die Produkte von The Glow bekommt ihr zum einen im Onlineshop der Brand, aber auch online bei luisaviaroma, Organic Luxury, Blanda Beauty, Biomazing, MOOI oder stationär z.B. bei April First in Berlin.

In freundlicher Zusammenarbeit mit The Glow

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