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Frollein Herr

Im Test: Hochfrequenzstab

Beauty-Tools für den Heimgebrauch gibt es unzählige – und ich muss ehrlich gestehen, dass ich kein wirklich großer Fan bin. Nach der ersten Euphorie fangen Reinigung, Aufbewahrung und Handling meist sehr schnell an mich zu nerven und das Tool verschwindet nach nur kurzer Zeit in den Untiefen meines Beauty-Archivs. Aus den Augen, aus dem Sinn. Seit nunmehr fast drei Monaten aber gibt es ein Tool, das nicht nur täglich bei mir zum Einsatz kommt, sondern das auch tatsächlich performt und genau das möchte ich Euch heute etwas näher vorstellen.

Bühne frei für den Hochfrequenzstab!

Der Hochfrenquenzstab: Was ist das eigentlich?

Neu ist die Technologie nicht. Bereits seit Jahrzehnten wird die Hochfrequenz in der dermatologischen Kosmetik eingesetzt, um zum Beispiel gegen Akne oder Couperose vorzugehen oder den Stoffwechsel anzuregen. Ich selbst hatte während zahlreicher Treatments schon das Vergnügen mit diesem Tool behandelt zu werden, bin aber nie auf die Idee gekommen, dass es das auch für den Heimgebrauch geben könnte. Glücklicherweise hat mich dann aber Nathalie Plattl, bei der ich während meiner Microdermabrasionskur fast wöchentlich auf der Liege lag, nicht nur in mehreren Sitzungen von der Wirksamkeit überzeugt, sondern mich auch gleich auf die bewährte Technologie hingewiesen, die es bereits seit Jahren für den Heimgebrauch gibt. Also ab zu Amazon, Tool bestellt und ab dafür.

Die Wirkweise hinter dem Tool ist schnell erklärt, allerdings nicht unbedingt leicht zu verstehen – ich will hier trotzdem mein Bestes geben, sie Euch zu erklären: Der Hochfrequenzstab besteht aus einem Handstück (etwas größer als eine elektrische Zahnbürste) und verschiedenen Applikatoren aus Glas, den sogenannten Elektroden, die auf das Handstück aufgesetzt werden und den Strom leiten. Berührt man nun mit einer der Elektroden die Gesichtshaut, kommt es zu einer Funkenentladung, durch die der Sauerstoff auf der Haut zu Ozon-Sauerstoff wird. Das kann man sehen (Mini-Blitze), spüren (je nach Intensität bitzelt es wenig bis etwas stärker) und riechen (tatsächlich riecht Ozon anders als normaler Sauerstoff). Das Ozon zerstört Bakterien auf der Haut, regt die Durchblutung und den Zellstoffwechsel an, stabilisiert den Säureschutzmantel der Haut und wirkt bis in die tiefen Hautschichten desinfizierend.

Hochfrequenzstab von Stoga

Hochfrequenzstab von STOGA, um 29 €

Der Hochfrequenzstab: So wird er angewendet

Nachdem wir also die Grundlagen geklärt haben, geht es nun an die Handhabung. Ich verwende den Hochfrequenzstab einmal täglich, am liebsten Abends, nach der gründlichen Gesichtsreinigung. Dafür könnt Ihr die Haut entweder ein wenig anfeuchten, dann gleitet der Stab besser, oder aber auch auf der trockenen Haut anwenden (so mache ich das). Mit einer der flächigeren Elektroden streiche ich zunächst für circa zwei Minuten über das gesamte Gesicht und halte an den Stellen, an denen ich Unreinheiten habe oder üblicherweise zu Unreinheiten neige, ein wenig länger inne. Anschließend setze ich eine kleinere Elektrode auf das Handstück und behandle gezielt Pickel, Pickelnarben oder tiefliegende Entzündungen. Dabei drücke ich die Elektrode für mehrere Sekunden auf die betroffene Stelle und hebe sie danach immer wieder an, sodass ich den Hautkontakt erhöhe und mehr Funkenentladung bekomme.

Anfangs habe ich das Gerät immer auf sehr geringer Intensität verwendet, da man sich an diese Mini-Stromstöße erstmal gewöhnen muss. Inzwischen aber, gebe ich gerne auch mal ein bisschen mehr Stoff und wirklich weh tut es trotzdem nicht. Nach circa fünf Minuten bin ich dann mit der Behandlung durch und mache mit meiner üblichen Skincare-Routine weiter. Die Haut ist nach der Behandlung mit dem Hochfrequenzstab übrigens deutlich aufnahmefähiger, sodass Seren, Masken oder Cremes besonders gut ihre Wirkung entfalten können.

Der Hochfrequenzstab: Was kann er wirklich?

Wie eingangs bereits erwähnt, bin ich grundsätzlich kein allzu großer Fan von Beauty-Tools, verliere schnell das Interesse und kann sie nur schwer in meine Routine einbauen. Der Hochfrequenzstab ist hier die absolute Ausnahme. Und wieso? Weil er tatsächlich wirkt. Seit meiner PoD versuche ich meine Haut nicht mehr mit allzu vielen und aggressiven Produkten zu traktieren und sie stattdessen in ihrer natürlichen Funktion zu unterstützen. Hier ist der Hochfrequenzstab ideal, da er keinen Stress auf die Haut ausübt und im Gegensatz zu Peelings & Co. die hauteigene Schutzbarriere nicht angreift.

Da wo bei mir üblicherweise in regelmäßigen Abständen Pickel und Unreinheiten sprießen, ist seit einiger Zeit deutlich mehr Ruhe und selbst wenn sich irgendwo mal eine Entzündung zeigt, bekomme ich sie mit dem Hochfrequenzstab deutlich schneller und weniger aggressiv in den Griff. Die desinfizierende Wirkung ist wirklich spürbar und der Heilungsprozess geht deutlich schneller von statten, als ich es gewohnt bin. Außerdem gibt mir das Tool ein wenig das Gefühl meiner Haut das zu geben, das ich sonst nur im Rahmen einer teuren Behandlung bei der Kosmetikerin bekomme und mit fünf Minuten ist der Zeitaufwand wirklich mehr als okay.

Ich kann mir aber vorstellen, dass die ein oder andere von Euch bezüglich des Stroms Bedenken hat – lasst mich Euch hier aber ein paar Ängste nehmen. Schmerzen hat man keine und an das leichte Bitzeln gewöhnt man sich schnell. Dadurch, dass man die Intensität selbst regulieren kann, ist das Herantasten auch besonders einfach und mit der Zeit merkt man die Funkenentladung gar nicht mehr. Geeignet ist das Tool übrigens für alle, außer Personen mit Herzschrittmachern oder Hörgeräten, aber ich denke, dass sich das irgendwie von selbst versteht.

Der Hochfrequenzstab: Mein Fazit

Ich möchte dieses Tool nicht mehr in meiner Routine missen und muss ehrlich sagen, dass ich noch nie ein Beautytool für den Heimgebrauch hatte, dass mich so nachhaltig überzeugt hat. Mein Freund macht sich allabendlich schon lustig über die Stromgeräusche, die aus dem Bad kommen und mir ist das Handling inzwischen schon richtig in Fleisch und Blut übergegangen. Da die Technologie so bewährt und technisch gesehen nicht unbedingt kompliziert ist, ist der Preis auch ein echter Pluspunkt. Mein Modell gibt es hier bei Amazon und kostet unter 30 €.

Eine absolute Herzensempfehlung!

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