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Frollein Herr

Kaum denke ich in Sachen Beautytreatments auf dem neusten Stand zu sein, kommt auch schon der nächste vielversprechende Coup um die Ecke.

Aus Rücksicht auf meine Haut, aber auch aus Zeit- und Geldgründen, kann ich natürlich nicht alles sofort testen – und möchte es auch gar nicht. Vieles klingt dazu auch noch hanebüchen oder eher invasiv, sodass ich meist doch nur meiner geliebten Ausreinigung treu bleibe. Regelmäßig die Poren säubern und vom Profi einen Blick auf den Hautzustand werfen zu lassen, gehört für mich inzwischen zur Beautyroutine dazu, wie Peelings und Masken.

Und ich muss sagen: Meine Haut scheint auch recht happy.

Seit circa ein bis zwei Jahren neige ich nur noch äußert selten zu Pickeln oder größeren Unreinheiten und auch sonst kommt meine Haut mit den zahlreichen jobbedingten Beautytests gut klar (zum Glück). Trotzdem habe ich mir vorgenommen mehr für meine Haut zu tun – und zwar professionell.

Ich bin dieses Jahr 30 geworden und lange genug in der Branche unterwegs, um zu wissen, dass Vorsorge auch in Sachen Anti-Ageing besser ist als Nachsorge. Tut man früh genug so viel wie möglich, um die Haut rein, elastisch und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt zu halten, muss man später auch nicht so viel Zeit, Gedanken und Geld in Gegenmaßnahmen investieren.

Deshalb habe ich mich mal ein wenig umgehört, welches Treatment denn das richtige für meine Haut sein könnte und dabei stach ein Treatment besonders heraus: das JetPeel. Kolleginnen und Skincare-Experten waren sich sofort einig: “Das musst du unbedingt testen!” Aber erstmal von vorne…

 

JetPeel: Was ist das?

Das JetPeel ist ein kosmetisches Treatment, das seine technologischen Ursprünge übrigens in der Luft- und Raumfahrt hat, bei dem ein Wasser-Gas-Gemisch mit Überschallgeschwindigkeit auf die Haut geschossen wird und so sanft die obere Hautschicht abträgt. Der Kärcher für die Haut sozusagen. Aber das ist noch nicht alles. Gleichzeitig zum Abtragen der obersten Hautschicht, wird beim JetPeel auch noch Sauerstoff in die tieferen Hautschichten eingeschleust.

Ganz nach dem Prinzip: Altes raus, Neues rein.

Nach der Reinigung werden außerdem hochwirksame Substanzen wie Hyaluronsäure oder Vitamine (je nach Hautbedürfnis) ebenfalls mit dem JetPeel in die Haut eingeschleust und so hat man neben dem Sofort-Reinigungs-Effekt auch noch den Langzeit-Pflege-Effekt, der eine Hautverjüngung verspricht, aber auch vorbeugend gegen Unreinheiten wirken soll. Nachdem ich mich bei Freundinnen rückversichert habe, die das Treatment schon getestet haben, dass ich danach nicht aussehe wie Samantha aus Sex and The City nach ihrem Chemical Peel, waren auch die letzten Zweifel verschwunden und ich bereit zum Test.

 

JetPeel: Der Test

Will man in München seine Haut in den besten Händen wissen, ist die Medizinkosmetik im Haut- und Laserzentrum an der Oper eine der ersten Adressen. Deshalb bin ich super happy, dass ich das Treatment dort über einen Zeitraum von fast vier Monaten testen durfte.

Mir war es persönlich einfach zu wenig, Euch bereits nach einem Treatment ein Urteil zu verkünden. Deshalb dachte ich mir “Wenn schon, denn schon” und bin gleich vier Mal in der Medizinkosmetik angetanzt. Dazu muss ich aber vorweg sagen, dass non-Invasive Treatments wie das JetPeel generell keine guten Beispiele für Wunderversprechungen sind. Hätte ich vor dem Test eine schwere Akne gehabt, könnte ich Euch nach vier Monaten ganz sicher eine sichtbare Verbesserung zeigen, aber da das nicht der Fall ist, kann ich Euch nur von individuellen und persönlichen Erfahrungen berichten. Wie fühl sich die Haut an? Wie sieht sie aus? Wie fühle ich mich in meiner Haut? Alles dazu, lest Ihr jetzt…

 

JetPeel: So läuft es ab

Zuallererst schaut sich die Kosmetikerin die Haut ganz genau an. Und zwar durch einen Vergrößerungsspiegel. Falls Ihr jemals bei einem Treatment seid, bei dem sich Arzt/Ärztin oder Kosmetikerin Eure Haut nicht ganz genau vorher ansieht, steht auf und geht. Denn egal bei welcher Behandlung, ist es das A und O, dass das Hautbild inspiziert und eingeschätzt wird.

Nur so kann im Nachgang der optimale Cocktail aus Behandlung und Wirkstoffen für Euch bestimmt werden.

Soweit so gut. Das Urteil der Kosmetikerin: Feuchtigkeitsmangel gepaart mit Unreinheiten im Kinnbereich, vergrößerte und teilweise verstopfte Poren auf Nase und Wangen und eine leichte Couperose im Wangenbereich. Bäm. Und ich dachte noch, dass meine Haut rundum zufrieden wäre!? Manchmal klingen solche detaillierten Schilderungen eher ernüchternd, aber sie sind nötig. Denn ich bin kein Hautarzt und sehe vielleicht gar nicht, was meine Haut genau braucht und wie ich es ihr geben kann. Das Ziel der Behandlung war also klar: Unreinheiten mildern, die gereizten Couperose-Areale beruhigen und die Haut allgemein gut mit Feuchtigkeit und straffenden Nährstoffen versorgen.

Das klingt doch nach einem Plan, oder?

Bevor das JetPeel-Tool, eine Düse, durch die das feine Wasser-Gas-Gemisch auf die Haut gebracht wird, aber an mein Gesicht darf, wird es zuerst auf meinem Handrücken getestet. Überschallgeschwindigkeit klingt ja erstmal ziemlich scary, ist aber nur halb so wild. Der Strahl tut kein bisschen weh, kitzelt höchstens ein bisschen und fühlt sich angenehm kühl auf der Haut an. (BTW: In meiner Instagram-Story gibt es ein Kleies Video zur Behandlung. Wer sich also ein besser Bild davon machen möchte, sollte da mal reinschauen)

Dann gehts los. In sanften Streichbewegungen fährt die Kosmetikerin mit der Düse über alle Hautareale an Gesicht und Hals. Das dauert nur circa fünf Minuten und ist schneller vorbei, als man denkt. Dann kommt die Ausreinigung, die bei jedem JetPeel inklusive ist. Nachdem also der erste Peeling-Schritt getan ist, werden manuell noch Poren von Talg befreit, eventuelle Mitesser beseitigt und die Haut von so viel “Alltagsballast” wie möglich befreit.

Nachdem die Haut durch das Peeling und die Ausreinigung und Öffnung der Poren jetzt besonders aufnahmefähig ist, kommt der eigentliche Clou: Mittels der Hochdruck-Technologie können nämlich auch hochpotente Wirkstoffe tief in die Haut eingeschleust werden, viel tiefer als es Seren oder Cremes können. Welche das sind, kommt ganz auf das Hautbedürfnis an. Ich hatte meist einen Hyraluronsäure-Coktail für das gesamte Gesicht, auf den Wangen Wirkstoffe aus der Rosskastanie, die gegen Couperose helfen und in der T-Zone ein Gemisch, welches Unreinheiten vorbeugen soll.

Zu guter letzt wird noch eine Sheet- oder Feuchtigkeitsmaske aufgetragen und je nach Wunsch eine getönte Tagescreme oder Make-up und das war es auch schon. Wie schnell doch eine Stunde vergehen kann. Wichtig ist jetzt: Sonne meiden. Wie bei allen Peelings, wird die Haut lichtempfindlicher und man sollte unbedingt einen LSF in den Folgetagen verwenden. Deshalb ist jetzt, während der kalten Monate, auch der beste Zeitpunkt für Treatments aller Art.

 

JetPeel: Mein Fazit

Nach dem ersten Blick in den Spiegel war ich überrascht, dass ich nirgendwo gerötet war. Die Haut sah prall, entspannt und frisch aus. Deshalb habe ich auch Make-up und getönte Tagescreme dankend abgelehnt und bin komplett bare faced auf die Straße. Ein herrliches Gefühl!

Auch in den nächsten Tagen zeigten sich bei mir keine Nebenwirkungen der Behandlung, sondern was ich im Spiegel sah, war einfach meine Haut – nur ein bisschen besser versorgt. In den letzten Wochen hatte ich dann im Abstand von vier Wochen noch drei weitere Termine, die allesamt ähnlich verliefen. Lediglich der Wirkstoff-Cocktail wurde je nach aktuellem Hautzustand angepasst.

Und was soll ich sagen – gestern war ich das letzte Mal im Haut- und Laserzentrum an der Oper und bin durch und durch happy mit meiner kleinen Kur.

Meine Haut ist so rein wie selten zuvor und auch ihr Feuchtigkeitsgehalt hat sich deutlich verbessert. Da ich auch vorher nicht groß mit Falten zu kämpfen hatte, kann ich dazu leider nicht allzu viel sagen, aber praller und frischer sehe ich derzeit schon aus. Und das habe nicht nur ich, sondern auch mein Umfeld festgestellt, die allerdings gar nichts von meinem kleinen Test wussten.

Mein Fazit ist also durchweg positiv. Das Treatment ist effektiv, ohne invasiv zu sein, perfekt geeignet für alle Anti-Ageing-Starter wie mich, aber trotzdem genauso ideal für eine reifere Haut. Ausreinigung, Peeling und Aufpolsterung werden in einem Treatment vereint – mehr braucht es für mich derzeit noch nicht.

Fest steht auf jeden Fall, dass ich definitiv noch einmal eine solche Kur machen möchte. Aber ich habe noch weitere Treatments anvisiert. Das Hydra Facial zum Beispiel. Also stay tuned…

JetPeel: Die Facts

  • Alle Infos zum JetPeel findet Ihr hier
  • Die Kosten liegen – je nach Anbieter – bei 30 Minuten für 95 € / 45 Minuten 140 € / 60 Minuten 170 € / 90 Minuten 200 €
  • Wichtig ist auch hier, wie bei jedem Treatment: Sucht Euch eine vertrauensvolle Praxis aus und lasst Euch über alle Schritt gut informieren

 

Comments

  • 15. November 2018
    reply
    Nicole

    Hallo 🙂
    Eine sehr interessante Methode!
    Was macht denn eine vertrauensvolle Praxis aus?
    Ich würde gerne mehr für meine Haut tun, aber hier in Düsseldorf/Krefeld wimmelt es nur so vor Kosmetikerinnen.
    Eine Empfehlung kann mir keiner Aussprechen, in meinem kleinen Bekanntenkreis geht man nicht zu Haut-Treatments

      • 15. November 2018
        reply
        Nicole

        Danke für die Antwort, Karo! 🙂
        Ich kann ja mal berichten, wenn ich hier ein vertrauenswürdiges Studio gefunden habe.
        Wünsche dir noch einen schönen Tag 🙂
        Nicole

  • 15. November 2018
    reply
    Cyra Bauer

    Ich bin 51 und benutze Jet Peel seit ein paar Jahren. Je älter man wird, desto besser sieht man die Wirkung. Ich leide seit drei Jahren unter Rosacea. Inzwischen muss sehr aufgepasst werden, welche Wirkstoffe eingeschleust werden. Es bessert auf alle Fälle die Rosacea und verfeinert bei älterer Haut das Hautbild. Ich lasse es bei einem Arzt oder in einer Schönheitsklinik machen.
    Vielen Dank für diesen informativen Blog, der inzwischen schon meine Zeitschriften ersetzt. Ich wünsche einen schönen Tag☺️ Cyra

  • 17. November 2018
    reply

    Cool, Dass du darüber berichtest!
    Ich kenne das Jet-Peel tatsächlich schon seit acht Jahren! Bei Doktor Duve stand schon damals das erste Gerät der Stadt.
    Und ich war schon damals total begeistert!
    Direkt nach der Schwangerschaft war meine Haut nämlich komplett im Ungleichgewicht und ich war froh, von der damals Brand neuen Methode gelesen zu haben. Das Chat-Piel hat mein Hautbild direkt so gut verbessert, dass ich damals auch eine Kur mit vier Behandlungen gemacht. Und ich war schon damals total begeistert!
    Direkt nach der 2. Schwangerschaft war meine Haut nämlich komplett im Ungleichgewicht und ich war froh, von der damals brandneuen Methode gelesen zu haben. Das Jet-Peel hat mein Hautbild direkt so gut verbessert, dass ich damals auch eine Kur mit vier Behandlungen gemacht habe.

    Und in den letzten Jahren habe ich mir immer mal wieder eine Behandlung gegönnt. In der Zwischenzeit gibt es zwar auch andere Behandlungsmethoden, die aber eher in einem Kosmetikstudio gehören wie Hydra Facial…

    Ich bleibe der Methode Jet-Peel treu, denn es ist eine medizinkosmetische Behandlung, die richtig Know-how erfordert.
    Ich kann es nur sehr weiter empfehlen! Der Glow danach ist der Hammer ❤️

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